Die Schildergasse könnte ein weiteres architektonisches Highlight erhalten. Die apiro Entertainment GmbH & Co. KG beabsichtigt eine Umnutzung des C&A-Gebäudes an der Schildergasse 60–68. Das Gebäude soll nach Erwerb umfassend modernisiert, kernsaniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Mit der geplanten Kernsanierung und Neugestaltung des markanten Gebäudes an der Ecke Schildergasse/Herzogstraße, soll das Projekt modernen Einzelhandel mit einem breiten Kultur- und Veranstaltungsangebot verbinden und so ein neues, zukunftsfähiges Nutzungskonzept in einer der frequentiertesten Einkaufsstraßen Deutschlands schaffen.
Die Kombination aus Retail, Gastronomie und Kultur soll die Schildergasse über ihre klassische Einzelhandelsfunktion hinaus stärken und zusätzliche Besuchsanlässe auch in den Abendstunden und an Wochenenden schaffen.

Nachhaltige Transformation: Kernsanierung mit klarem Nutzungsprofil
Das Herzstück des Vorhabens ist die vollständige Kernsanierung des bestehenden Gebäudes aus dem Jahr 1991.
Geplant sind eine umfassende Modernisierung der gesamten Gebäudetechnik, die Neuordnung der Grundrisse sowie die teilweise Verbindung einzelner Geschosse zu großzügigen Veranstaltungsbereichen. Die energetische Modernisierung mit verbesserter Dämmung, moderner Heiz- und Klimatechnik sowie energieeffizienter Gebäudetechnik soll den Energieverbrauch gegenüber dem Bestand deutlich reduzieren und die Nachhaltigkeitsbilanz der Immobilie verbessern.
Die vollständige Neugestaltung der Gebäudehülle und Fassade unterstreicht den Anspruch, das Gebäude architektonisch aufzuwerten und als neuen Anziehungspunkt in der Kölner Innenstadt zu etablieren. Mit der geplanten wellenförmigen Fassade, der vertikalen Lamellen in warmen Kupfertönen soll dabei ein markanter städtebaulicher Akzent gesetzt werden.

Nutzungskonzept: Ein Haus der Vielfalt
Das geplante Nutzungskonzept verteilt sich auf mehrere Ebenen und schafft eine durchdachte Mischung aus Handel, Gastronomie und Kultur:
- Untergeschoss, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss: Hier sollen modernisierte Einzelhandelsflächen sowie ergänzende Gastronomieangebote entstehen.
- 2. bis 6. Obergeschoss: Dieser Bereich ist für den Musical- und Theaterbetrieb, Konzerte, Kabarett- und Comedyveranstaltungen, Karnevalssitzungen, Bälle, Galaveranstaltungen sowie Firmenveranstaltungen vorgesehen. Insgesamt sollen zwei große Säle mit ca. 658 und ca. 418 Plätzen sowie drei Kabarettsäle mit insgesamt ca. 418 Plätzen entstehen. Eine Gesamtkapazität von etwa 1.476 Zuschauerplätzen. Ergänzt wird das Angebot durch ein separates Restaurant mit ca. 216 Sitzplätzen und eine Bar mit ca. 74 Sitzplätzen.
Ein besonderes Augenmerk liegt beim Umbau auf der Barrierefreiheit und der Einbindung moderner Bühnen-, Licht-, Ton- und Medientechnik. Die geplante Nutzung als Kultur- und Veranstaltungsstandort mit dem Schwerpunkt auf Musical, Theater, Kabarett und kulturellen Veranstaltungen – ausdrücklich nicht als Diskothek oder Vergnügungsstätte – positioniert das Objekt klar im Segment der kulturellen Aufführungsbetriebe mit kommerzieller Ausrichtung.

Ein Leuchtturmprojekt für die Schildergasse
Die geplante Umnutzung des C&A-Gebäudes soll mehr als ein einzelnes Bauprojekt sein. Sie soll ein strategischer Beitrag zur Belebung der Kölner Innenstadt und zur Stärkung des Tourismusstandortes Köln. Durch die Kombination aus Kultur, Gastronomie und Handel entstehen zusätzliche Besuchsanlässe, die die Schildergasse auch außerhalb der klassischen Ladenöffnungszeiten frequentieren.
Die Leitidee des Projektes formuliert der Betreiber apiro Entertainment selbstbewusst in seiner Projekt-Präsentation: „Für internationale Musicalproduktionen fährt man nach Hamburg – für neue deutschsprachige Musicals fährt man nach Köln.“
Neben Musicals und Theaterproduktionen sollen auch Karnevalsveranstaltungen, Konzerte und weitere kulturelle Formate stattfinden. Perspektivisch sind Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und kulturellen Einrichtungen vorgesehen.
Projektpartner: apiro Entertainment & BADTKE Architektur
Die apiro Entertainment GmbH & Co. KG ist im Entertainment- und Veranstaltungsgeschäft kein Neuling: Mit langjähriger Erfahrung in der Konzeption, Entwicklung und dem Betrieb von Kultur- und Live-Formaten weiß das Unternehmen genau, worauf es bei Musical-, Theater- und Eventproduktionen ankommt, von der Programmplanung über die technischen Anforderungen bis hin zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit.
Mit einer bedeutenden Investition saniert apiro Entertainment bereits umfangreich die Spielstätte Depot 1 in Köln-Mülheim. Eine Kooperation und der entsprechende Untermietvertrag mit der Stadt Köln wurden Ende Februar 2026 unterschrieben. Geplant ist dort eine Kapazität von mindestens 600 Plätzen.
Das Comedy-Musical „Himmel & Kölle“ begeistert seit 2020 mehr als 192.000 Zuschauern und wurde in vier Kategorien mit dem Deutschen Musicaltheaterpreis ausgezeichnet. Das Theaterstück „Last Call“ feierte 2025 am Broadway Premiere und wurde in zehn Kategorien für den „Best of Broadway Award“ nominiert.
Die BADTKE Architektur GmbH ist ein etabliertes Architekturbüro mit Sitz in Bergisch Gladbach bei Köln: Gegründet 1995 und geführt von Dipl.-Ing. Stefan Badtke, ist das Büro auf Neubau, Umbau, Revitalisierung und Kernsanierung spezialisiert, mit besonderer Expertise in der Umnutzung von Bestandsimmobilien. Zu den bekannten Projekten zählen die Kernsanierung und Aufstockung des Frankfurter Bürogebäudes unite82 (Fertigstellung 2020).
Für das Projekt an der Schildergasse zeichnet BADTKE Architektur gemeinsam mit apiro für die Umbauplanung und die architektonische Neugestaltung des ehemaligen C&A-Gebäudes verantwortlich.
Quelle: apiro Entertainment, BADTKE Architektur, Stadt Köln